„Eine Blumenwiese für die Bienen“ unter diesem Motto trafen sich viele große und kleine Leingartener um gemeinsam Blumensamen auf einer ungenutzten Fläche im Kappmannsgrund auszusäen. Am Aktionstag füllte sich nach und nach der Platz und es wuselte nur so von

Kindern. Jürgen Brame begrüßte alle und erklärte, wie wichtig diese Aktion ist.

Er machte auf den rapiden Rückgang vieler Insekten, wie Bienen, Hummeln, Käfer, Schmetterlinge und Kleinlebewesen aufmerksam. Der schrumpfende Lebensraum und der Einsatz von Pestiziden seien für die Insekten lebensbedrohlich. Jürgen zitierte den Physiker und Nobelpreisträger Albert Einstein, dass, wenn die Bienen von der Erde verschwinden, der Mensch nur noch vier Jahre überleben kann. Zu Beginn der Aktion wurde der Wildblumensamen mit Sand vermischt, so dass er sich besser ausstreuen lässt. Jedes Kind ließ sich sein Eimerchen füllen um gemeinsam mit allen anderen den Samen auszustreuen.

Nebenbei hatte Chris Sanwald Lehmerde mit Blumensamen vermischt, von dem "Samenbrei" konnten die Kinder Samenkugeln für zuhause rollen. Zur Stärkung gab es am Lagerfeuer Stockbrot und Würste.

Alle genossen die herrliche Nachmittagssonne bei einem Schwätzle mit netten Menschen. Ein netter Mensch, der Vater eines Kindes, der einfach die Motorfräse schnappte und den Rest des Bodens umzackerte. Ein netter Mensch, der allen Anwesenden seine Toilette im Haus zur Verfügung stellte. Nette Kinder, die beim Auf- und Abbau halfen und ein netter Mensch, der den Wildblumensamen gespendet hat.

Bei dem Spender, Jürgen Winkler, Biolandbau in Brackenheim, möchten wir uns besonders bedanken. Ebenso bei unseren großen und kleinen Helferinnen und Helfern, die dazu beitragen, dass sie ein Stück Lebensraum für die Insekten geschaffen haben.

 

Bei so viel Zuspruch und Lob ist schon die nächste Aktion in Planung,

gespannt? Ihr werdet es noch erfahren.

Wir freuen uns schon jetzt darauf!

Andrea Kohler, Ortsverband Bündnis 90/Die Grünen Leingarten