DIE GRÜNEN IN LEINGARTEN

Familie Weinreuter:

Schön, dass die grüne  Bundestagskandidatin Catherine Kern das Gespräch mit Leingart. Landwirten gesucht hat.

Mit dem Öko Weingut Weinreuter und Landwirtschaftsbetrieb Zeyer (zugleich Vorsitzender des landwirtschaftlichen Ortsvereins) war es ein gelungener Mix zwischen Biobetrieb und herkömmlicher Landwirtschaft.

Bei Familie Weinreuter, seit 2008 Ökobetrieb nach Ökowin und Bioland, merkt man, dass sie mit Leib und Seele ihren Betrieb umtreiben. Die Liebe zur Natur, zu Gräsern und Kleintieren, Kräutern und Würmern bekamen wir beim Rundgang hautnah mit. Mich hat beeindruckt, wie die Weinreuters immer wieder experimentieren mit neuen Sorten, mit der Art der Bewirtschaftung,bmit Erträgen. So ist z.B. der Durchschnittsertrg mit 60 Hektoliter je Hektar relativ gering, dafür aber die Qualität hoch! Sohn Philipp, der sich um den Weinausbau kümmert, berichtete über den Werdegang des Sauvignon blanc, Cavernet Mitos oder Cabernet Dorsa. Da ein Sohn von Catherine Kern Landwirtschaft in Hohenheim studiert hat, stellte sie den Weinreuters viele kompetente Fragen. Keine blieb unbeantwortet. Ein Besuch und Gespräche die sich gelohnt haben. Ich habe mir vorgenommen, mehr Ökowein zu trinken!

Paul Gräsle

 

 

Familie Zeyer:

Bundestagskandidain Catherine Kern zeigte sich erfreut über die Einladung von Familie Zeyer, und sie zeigte sich sehr interessiert an der Geschichte des Hofes, und durch Catherines offene Art kam auch sofort ein intensives Gespräch in Gang:  Bernd Zeyer ist Vorstand des landwirtschaftlichen Ortsvereins Leingarten und mit im Aufsichtsrat in der Heuchelberger Weingärtnergenossenschaft, und er führt mit seiner Familie einen konventionellen Mischbetrieb mit 42hr Ackerbau und 8hr Weinbau. Bis 2000 hatten sie noch Milchvieh und Bullenmast. Um weiterhin bestehen zu können hätten sie dies ausbauen müssen. Früher bauten sie auch Kartoffeln an, doch da man heute die Kartoffeln wegen der Trockenheit bewässern muss, verzichteten sie darauf. Einen Brunnen zu bohren wäre zu kostspielig gewesen. Inzwischen pflanzen sie Mais, Weizen, Gerste und Zuckerrüben an. Den Ackerbau könne man alleine bewältigen, so Herr Zeyer, wobei der Weinbau viel Pflege benötigt. Familie Zeyer wünscht sich mehr Subventionen für kleine Betriebe. Der früher geschützte Zuckerrübenpreis hänge jetzt vom Weltmarkt ab, der Freihandel bringe einen harten Preiskampf mit sich. Auch würden die landwirtschaftlichen Maschinen immer teurer werden, und es gebe gemeinschaftliche Anschaffungen mit anderen Landwirten. Kritisch zu sehen sei der Flächenverbrauch durch Bauplätze und Gewerbegebiete, dadurch gehe wertvoller Ackerboden verloren. Auf die Frage von Bundestagskandidatin Catherine Kern, ob ein Verzicht auf chemische Spritzmittel möglich sei, entgegnete Herr Zeyer, dass nur noch wenig gespritzt werde, es müssten viele Bodenproben untersucht werden, die Ergebnisse bestimmten dann die Menge und den Einsatz der Spritzmittel. Trotz aller Alltagsprobleme schätzt Familie Zeyer das Arbeiten in der freien Natur und das Miterleben des Wachsens und Gedeihens der Pflanzen bis zur Ernte. „Man ist sein eigener Herr und kann seinen Arbeitstag selbst bestimmen.“

Andrea Kohler