DIE GRÜNEN IN LEINGARTEN

Neujahrsempfang mit Verkehrsminister Hermann in Heilbronn

Zahlreiche haupt- und ehrenamtliche Vertreter*innen vieler Heilbronner Institutionen aus Stadt und Kreis kamen zum Neujahrsempfang in den Ratskeller von Heilbronn, um den Ansprachen von Susanne Bay und Winfried Hermann zu lauschen. Sehr beherzt rief die Landtagsabgeordnete Bay dazu auf, aufgrund der aktuellen Ereignisse nicht in Lethargie zu verfallen, sondern sich den Problemen zu stellen und zu handeln. „Wir müssen die Herausforderungen der globalisierten, technisierten, vernetzten und im fragilen sozialen und ökologischen Zustand befindlichen Welt erkennen und die Verantwortung dafür übernehmen und handeln", mahnte sie, bevor sie das Wort an Hermann weitergab.

Er streifte in seinen Ausführungen das ganze Spektrum der Politik von Bildung, Kunst und Kultur bis hin zu Klimaschutz und Energiewende und stellte klar, dass nur eine Politik der kleinen Schritte und die grundlegende Bereitschaft, Kompromisse zu schließen, zielführend seien. Auf dem Verkehrssektor forderte er die Verkehrswende: Um bis 2020 die Treibhausgase um 25 Prozent zu senken, müsse sich Baden-Württemberg anstrengen: Allein 33 Prozent der Feinstaub- und Stickstoffdioxidbelastung gingen im Ländle auf das Konto der Automobile. Daher sei die Umsetzung der Konzepte für nachhaltige und moderne Mobilität dringend erforderlich. Dabei spiele das Fahrrad als Alltagsverkehrsmittel eine große Rolle – auch dies sei schließlich in Baden-Württemberg erfunden worden.

Hermann scheute sich auch nicht vor Kritik an der Deutschen Bahn, die bei Nichteinhaltungen ihrer Verträge mit Abmahnungen zu rechnen habe und von zukünftigen Ausschreibungen ausgeschlossen werden könne. Zur Zabergäubahn berichtete er, dass er zwar nichts versprechen könne, das Land aber dem Projekt grundsätzlich positiv gegenüberstehe.